Einfach machen #1: Wo leben wir hier eigentlich?

Februar 2023 mit Sibylle Omlin (CH) und Sabine Popp (N)

( For English, please scroll down)

Am 26.2.23 fand die Auftaktveranstaltung Einfach machen # 1 (wo leben wir hier eigentlich?) statt und der Speisesaal ‚Pesel‘ im ehemaligen Internat Lunden diente als Ort der Begegnung und Dialogkultur. Hier wurden künstlerische Untersuchungen zu Küstenlandschaften von Frauke Materlik, Sabine Popp und Sibylle Omlin produziert, gezeigt und diskutiert. Zur Veranstaltung kamen Menschen aus Lunden und den umliegenden Dörfern. 

Sabine Popp ist Künstlerin und arbeitet in Norwegen. In Lunden stellt sie ihr derzeit entstehendes Projekt (küsten-streifen) vor, daß sich mit Algen, Wasser, Küstenlandschaften und ihren Bewohnern in Norwegen und Deutschland beschäftigt. Dazu möchte sie sich mit Menschen in Dithmarschen austauschen. Die Schweizer Autorin Sibylle Omlin beschäftigt sich mit Namen von Orten und Landschaften und untersucht, welche Geschichten sich dahinter verstecken. Die Begegnung mit Sprache ist immer der Beginn einer neuen Beziehung, im Schreiben und Sprechen denken wir über Landschaft nach. 

Eine große Attraktion waren die lebenden Algen aus Helgoland und Norwegen, die Sabine Popp von der Forschungsstation aus Helgoland frisch zugeschickt bekommen hatte. Hinzu kamen eine Vielzahl von der Künstlerin selbstgeernteter Algen von der norwegischen Küste, die in Lunden zum Probieren angeboten wurden. Es wurden Erzählungen von Landschaften und Ortsnamen gesammelt und notiert. Das Publikum fand zu Gruppen zusammen und bei Kaffee, Algen und Kuchen entstanden Gespräche, die sich auch auf die sozialen Gegebenheiten von Lunden ausweiteten, und Vorschläge, die in die lokale Politik eingebracht werden können.

https://bergenateliergruppe.no/sabine-popp/

https://www.sibylleomlin.com/

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On February 26th, 2023, ‚Einfach machen. (Wo leben wir hier eigentlich?)‘ #1 (Meaning: Just do it  – Where do we actually live around here?) took place and the ‚Pesel‘ dining room in the former boarding school in Lunden served as a place for encounters and a culture of dialogue. Artistic investigations with a focus on coastal landscapes were produced and shown by Frauke Materlik, Sabine Popp and Sibylle Omlin. People from Lunden and the surrounding villages came to the event and discussed their perceptions with the artists.

Sabine Popp is an artist working in Norway. In Lunden she is presents her current project (kuesten-streifen), which deals with algae, water, coastal landscapes and their inhabitants in Norway and Germany. She would like to exchange ideas with people in Dithmarschen. The Swiss author Sibylle Omlin deals with the names of places and landscapes and examines the stories behind them. The encounter with language is always the beginning of a new relationship, in writing and speaking we think about landscape.

A big attraction were the living algae, which Sabine Popp had received fresh from the research station in Helgoland. In addition, there was a large number of seaweed from the Norwegian coast, which the artist had harvested herself. They were offered to try and taste in Lunden. Narratives of landscapes and place names were collected and noted. The audience came together in groups and over coffee, seaweed and cake, conversations developed that also extended to the social realities of Lunden and reveiled suggestions that can be introduced into local politics.

Wimpel zur Eröffnung. Handgenäht von Sabine Popp. Fallschirmseide.
Alttext

Sibylle Omlin zeichnet Ortsnamen, während Sabine Popp Algen anbietet.

Gäste, Algen, Kaffee